Eine Touch-up-Behandlung ist eine gezielte Nachbesserung nach einer kosmetischen oder ästhetischen Erstbehandlung, bei der kleine Korrekturen, Auffrischungen oder Feinanpassungen vorgenommen werden. Ziel einer Touch-up-Behandlung ist es, das Ergebnis zu optimieren, natürliche Alterungsprozesse auszugleichen oder verblasste bzw. nicht vollständig erreichte Effekte zu ergänzen.
Wann ist eine Touch-up-Behandlung sinnvoll?
Eine Touch-up-Behandlung kommt in vielen Bereichen der plastischen und ästhetischen Medizin zum Einsatz, etwa bei Hautfillern, Lippenmodellierungen, mikro-pigmentären Behandlungen (z. B. Permanent-Make-up, Microblading), Lasertherapien oder nach chirurgischen Eingriffen zur Feinjustierung.
Typische Anlässe sind:
- Unregelmäßige Fülle oder Asymmetrien nach Fillerbehandlungen
- Teilweises Verblassen von Farbpigmenten bei Permanent-Make-up
- Feine Narbenkorrekturen oder kleine Konturanpassungen nach Operationen
- Erhalt des Behandlungsergebnisses bei natürlicher Alterung
Ablauf einer Touch-up-Behandlung
- Anamnese und Begutachtung des vorherigen Ergebnisses
- Festlegung der gewünschten Anpassungen und Aufklärung über Risiken
- Durchführung der kleinen Korrektur meist unter lokaler Betäubung oder mit betäubender Creme
- Kurzzeitige Überwachung und schriftliche Nachsorgehinweise
Die Dauer variiert je nach Maßnahme von wenigen Minuten bis zu einer Stunde. Oft sind nur eine oder wenige Nachsorgetermine nötig.
Vorteile und Nutzen einer Touch-up-Behandlung
- Optimierung des ästhetischen Ergebnisses durch präzise Feinjustierung
- Erhalt und Verlängerung des Behandlungserfolgs bei temporären Verfahren
- Geringerer Umfang und kürzere Erholungszeit im Vergleich zu einer erneuten Erstbehandlung
- Individuelle Anpassung an Veränderungen durch Heilung oder Alterung
- Kosteneffiziente Möglichkeit, kleinere Unregelmäßigkeiten zu korrigieren
Risiken, Einschränkungen und Kontraindikationen
- Vorübergehende Nebenwirkungen wie Rötung, Schwellung, Bluterguss oder Druckempfindlichkeit
- Infektionsrisiko bei unsachgemäßer Durchführung oder mangelnder Nachsorge
- Möglicherweise unzufriedenstellendes Ergebnis bei unrealistischen Erwartungen
- Nicht geeignet bei aktiven Hautinfektionen, bestimmten Autoimmunerkrankungen oder ungeklärten Wundheilungsstörungen
- Bei wiederholten Eingriffen ist individuelle Beurteilung zur Sicherheit und Verträglichkeit erforderlich