Kilian-Teilresektion

Die Kilian-Teilresektion ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem gezielt Teilanteile von knorpeligen oder knöchernen Strukturen der Nase entfernt werden, um anatomische Fehlstellungen zu korrigieren oder Atemwegsbehinderungen zu verbessern. Der Begriff bezieht sich auf eine technisch definierte, teilweise Resektion und ist nach dem Operateur Kilian benannt.

Indikationen

Die Kilian-Teilresektion wird angewendet, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen und eine anatomische Korrektur notwendig ist. Typische Indikationen sind ausgeprägte Nasendeviationen, lokale knorpelige Verdickungen oder knöcherne Überstände, die zu funktionellen oder ästhetischen Problemen führen.

Operationsprinzip und Technik

Das Verfahren erfolgt meist unter lokaler Betäubung mit Sedierung oder in Vollnarkose und nutzt einen gezielten Zugang zur betroffenen Nasenstruktur. Ziel ist die partielle Entfernung störender Anteile bei gleichzeitiger Schonung der umgebenden Schleimhaut und tragender Strukturen. Die genaue Technik kann je nach Befund variieren und umfasst präzise Schnitte, schonende Präparation und gegebenenfalls eine Feinkorrektur der verbleibenden Kontur.

Nachbehandlung und Heilungsphase

Die Nachsorge nach einer Kilian-Teilresektion umfasst schmerz- und entzündungshemmende Maßnahmen, regelmäßige Kontrollen sowie gegebenenfalls örtliche Nasenspülungen. Die Heilungsdauer richtet sich nach Umfang der Resektion; Schleimhautreizungen und Schwellungen sind in den ersten Wochen häufig, die vollständige Abschätzung des funktionellen Ergebnisses erfolgt erst nach Abklingen der Schwellung.

Nutzen für Patientinnen und Patienten

  • Verbesserung der Nasenatmung durch Reduktion von mechanischen Hindernissen
  • Korrektur von sichtbaren Deformitäten mit positivem Einfluss auf Form und Symmetrie
  • gezielte und substanzschonende Technik, um benachbarte Strukturen zu erhalten
  • mögliches Vermeiden umfangreicherer Eingriffe bei geeigneter Indikationsstellung

Risiken und Einschränkungen

  • Schwellung, Bluterguss oder vorübergehende Schmerzen nach dem Eingriff
  • Infektionen oder verzögerte Wundheilung, insbesondere bei Begleiterkrankungen
  • unzureichende Korrektur oder Rezidiv, das gegebenenfalls weitere Eingriffe erfordert
  • Veränderungen der Nasenform, Sensibilitätsstörungen oder Narbenbildung als mögliche Nebenwirkungen
  • Einschränkungen bei ausgeprägten oder komplexen Fehlstellungen, die andere bzw. ergänzende Techniken erfordern