Dermis

Dermis bezeichnet die mittlere Schicht der menschlichen Haut. Sie liegt zwischen der äußeren Epidermis (Oberhaut) und der darunterliegenden Subkutis (Unterhaut). Die Dermis ist maßgeblich für die Elastizität, Festigkeit sowie Widerstandsfähigkeit der Haut verantwortlich und spielt eine wesentliche Rolle im Schutz- und Versorgungssystem des menschlichen Körpers.

Aufbau und Struktur der Dermis

Die Dermis besteht hauptsächlich aus Bindegewebe, das reich an Proteinen wie Kollagen und Elastin ist. Sie untergliedert sich in zwei Schichten:

  • Stratum papillare: Die obere, dünnere Schicht mit zapfenartigen Ausläufern, die die Verbindung zur Epidermis stärken.
  • Stratum reticulare: Die tiefere, dickere Schicht mit dicht angeordneten Kollagenfasern, die für die Festigkeit sorgen.

In der Dermis verlaufen zudem zahlreiche Blutgefäße, Lymphbahnen, Nervenfasern, Haarfollikel sowie Schweiß- und Talgdrüsen.

Funktionen der Dermis

  • Verleiht der Haut Festigkeit und Elastizität durch das dichte Netz von Kollagen- und Elastinfasern.
  • Dient der Versorgung der Oberhaut mit Nährstoffen via fein verzweigter Blutgefäße.
  • Reguliert über Schweißdrüsen die Körpertemperatur.
  • Ermöglicht Tastsinn und Schmerzempfinden durch zahlreiche Nervenenden.
  • Bietet Stabilität für Haarwurzeln und schafft optimale Bedingungen für Strukturen wie die Talgdrüsen, die den Säureschutzmantel der Haut unterstützen.

Bedeutung der Dermis für medizinische und ästhetische Anwendungen

Die Dermis spielt bei vielen medizinischen und ästhetischen Verfahren eine zentrale Rolle. Zahlreiche Behandlungen, darunter Lasertherapien, Microneedling, Faltenunterspritzung oder Narbenbehandlungen, zielen auf Veränderungen in der Dermis ab, um Hautbild und -struktur zu verbessern.

Ein umfassendes Verständnis der Dermis ist für Ärzte unerlässlich, um passende und sichere Behandlungsoptionen auszuwählen und individuell anzupassen.

Möglicher Nutzen und bekannte Risiken für Patienten

Nutzen:

  • Verbesserung der Hautelastizität und -festigkeit durch gezielte Therapien, die in der Dermis wirken
  • Minderung von Falten, Narben und Dehnungsstreifen mittels dermaler Behandlungen
  • Steigerung des Hautkomforts und -schutzes durch Wiederherstellung einer gesunden Dermisstruktur
  • Längere Ergebnisse und natürliche Wirkung bei ästhetischen Eingriffen, wenn die Dermis intakt ist

Bekannte Risiken oder Einschränkungen:

  • Reaktionen der Dermis wie Rötungen, Schwellungen oder Entzündungen nach bestimmten Behandlungen
  • Individuelle Unterschiede in der Regenerationsfähigkeit der Dermis, abhängig von Alter und genetischer Veranlagung
  • Übermäßige Beanspruchung oder falsche Pflege kann die Dermis schwächen, was zu vorzeitiger Hautalterung führen kann
  • Einige Therapien sind nicht für jeden Hauttyp oder bei bestimmten Erkrankungen der Dermis geeignet

Wissenswertes zur Pflege der Dermis

Um die Gesundheit der Dermis zu unterstützen, ist eine ausgewogene Hautpflege mit Fokus auf Feuchtigkeit, Schutz vor UV-Strahlung und gesunde Lebensweise von Vorteil. Professionelle Beratung durch Hautärzte und Fachpersonal trägt dazu bei, individuell sinnvolle Behandlungs- und Pflegemaßnahmen zu finden und Risiken möglichst zu minimieren.